Konzeption der Kunstfabrik
"Man könnte es auch DENKFABRIK MIT KÜNSTLERISCHEN MITTELN nennen"
Richmodis du Mont, Künstlerin und Gründerin des Vereins, formulierte 1988 die Leitlinien für die künstlerische Arbeit: „Die KUNSTFABRIK soll ein Ort werden, an dem eine aktive Auseinandersetzung möglich ist über das, was Kultur bedeuten kann und soll.In gemeinsamer praktisch-bildnerischer, musikalischer oder literarischer Arbeit mit jedem, der mitmachen möchte, wollen wir versuchen, Nachdenklichkeit wach zu halten oder zu wecken.“Einige Jahre später wurden neue Schwerpunkte erarbeitet und in einem Positionspapier niedergelegt.
Projektpapier der Kunstfabrik e.V.
Juni 1992
Inhaltliche Schwerpunkte der Konzeption
Die Angebote im kunstpädagogischen Bereich stehen nicht mehr im Vordergrund, werden aber vom Grundsatz her nicht ausgeschlossen.
Bedingungen für Arbeitsgruppen
Die Arbeit der Arbeitsgruppen muss Öffentlichkeitsbezug haben, (siehe Satzung §1 Abs.2)
d.h. die Inhalte wie Produktionen und Konflikte der Arbeit nach außen zu tragen.
d.h. auch, die Kunstfabrik setzt eine Definition von Kunst, die ihre gesellschaftlichen und kulturellen Bezüge wie Positionen reflektiert.
Die Auswahlkriterien messen sich an den oben genannten Punkten.
Für die praktische Arbeit (in den Arbeitsgruppen wie auch Seminaren) heißt das, eine Bereitschaft vorauszusetzen, die eigene Arbeit oder Arbeitsweise immer wieder vor diesem Hintergrund zu reflektieren. Durch prozesshaftes, experimentelles Arbeiten soll auch die Grundlage gelegt werden, eigene Standpunkte kritisch zu entwickeln und künstlerisch zu formulieren.
Um eine möglichst große Klarheit der Konzeption, nach außen wie nach innen zu gewährleisten, scheint eine Eingrenzung, d.h. Auswahlkriterien für eine Mitarbeit in der Kunstfabrik als erforderlich.
Zusatz
Neben den ständig dort arbeitenden AGs., können Projekte und Vorhaben von außen in der Kunstfabrik verwirklicht werden, nach Absprache mit dem Vorstand und in Übereinstimmung mit der vorliegenden Konzeption.
Seit einigen Jahren, arbeiten die KünstlerInnen der Kunstfabrik immer wieder zu gemeinsamen Themen und in unterschiedlichen Konstellationen zusammen.
